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Informationen über: Mandelentzündung

Bei der Angina, vom Mediziner Tonsillitis genannt, handelt es sich um eine Entzündung der Mandeln.

 

So äußert sich eine Mandelentzündung

Mandelentzündungen gibt es in verschiedenen Formen. Meistens liegt die so genannte "Akute Angina" vor. Sie äußert sich durch starke Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und eine kloßige Sprache. Der Rachen ist geschwollen und gerötet. Oft tritt hohes Fieber und Schüttelfrost auf. Der Kranke fühlt sich matt, abgeschlagen, hat Kopfschmerzen und kann beim Schlucken Stiche im Ohr fühlen.

Bei einem schweren Verlauf der Angina sind auf der Mandeloberfläche "Stippchen" zu sehen. Das sind weißlich-gelbe Auflagerungen, die aus Eiter, Zellen und Bakterien bestehen.

 

Bei anderen, seltenen Formen der Angina kann es zur Geschwürbildung an Mandeln und Gaumen kommen.

Ausgelöst wird eine akute Angina durch eine Infektion mit Bakterien, den so genannten Streptokokken oder Staphylokokken. Gelegentlich können aber auch Viren dafür verantwortlich sein.

Je jünger die Menschen desto häufiger leiden sie an Mandelentzündung. Denn das Immunsystem baut erst im Laufe der Zeit einen ausreichenden Schutz auf. Besonders häufig betroffen sind daher ältere Kinder und junge Erwachsene, Senioren nur sehr selten.

Bei starken Halsschmerzen und hohem Fieber sollten Sie Ihren Arzt zu Rate ziehen, ebenfalls bei Alarmzeichen wie zum Beispiel:

  • stark eingeschränktem Allgemeinbefinden
  • Stippchen auf den Mandeln
  • weißgelben oder anderen Veränderungen der Mandeln
  • Atemnot

Diese Anzeichen deuten auf eine schwere Erkrankung und/oder die Beteiligung anderer Organe hin. Suchen Sie in einem solchen Fall unverzüglich Ihren Arzt auf!

Gegen Angina gibt es eine Reihe sehr wirksamer Medikamente und hervorragende altbewährte Hausmittel, vom Tee zum Trinken über Lösungen zum Gurgeln bis hin zum Halswickel.

Für die örtliche Anwendung sind Lutschtabletten empfehlenswert oder Lösungen zum Gurgeln bzw. Sprühen. Sie lindern den Schmerz und helfen die Bakterien abzutöten. Auch homöopathische Arzneimittel haben sich bewährt.

 

Bei einer sehr schweren Erkrankung wird Ihnen Ihr Arzt möglicherweise Antibiotika verordnen. In einem solchen Fall ist es wichtig, dass Sie sich exakt an die Einnahmevorschriften halten, das heißt: an die Dosierung, den Einnahmezeitpunkt und die Einnahmedauer. Denn die Bakterien werden nur dann vom Antibiotikum abgetötet, wenn sich ausreichend viel davon im Blut befindet. Wenn Sie den Einnahmezeitpunkt verpassen oder zu wenig einnehmen oder nicht lange genug, bleiben ausreichend viele Erreger am Leben, um einen dann meist gefährlichen Rückschlag zu verursachen.

Folgende Aufstellung listet homöopathische Einzelmittel, die bei diesem Beschwerdebild häufig zum Einsatz kommen. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Aconitum

 

bei plötzlichen Schluckbeschwerden infolge von kaltem Wind; druckempfindliche Lymphdrüsen am Kiefernwinkel, Frösteln, Fieber, Unruhe, Angst, Durst, Mund und Hals trocken; Verschlimmerung abends, nachts und in der Wärme.

 

Apis mellifica

 

bei heftig stechendem Schmerz und blassroten Mandeln; Schluckbeschwerden/Kloßgefühl, Durst auf Kaltes, Rachen trocken, geschwollen und hellrot, kein Durst, Kopfschmerzen; Verschlimmerung durch Wärme; Besserung durch Kälte (z.B. kalte Umschläge) und frische Luft.

 

Arsenicum album

 

bei Schluckbeschwerden, Schwäche, Blässe, Unruhe und brennendheißem, trockenem Hals; Trinken nur schluckweise möglich; Verschlimmerung durch Ruhe und in der Nacht; Besserung durch Wärme.

 

Belladonna

 

bei plötzlich einsetzenden, hämmernden Halsschmerzen, hochroten Mandeln und einer Zunge wie eine Erdbeere; trockener Mund, wenig Durst, heiße Haut, rotes Gesicht, keine Belege auf den Mandeln, Überempfindlichkeit gegen Licht und Geräusche; Verschlimmerung durch Kälte, Zugluft, Aufregung.

 

Echinacea

 

als zusätzliches Mittel zur Steigerung der Abwehrkräfte.

 

Guajacum

 

bei geschwollenen und geröteten Mandeln, die zu eitern beginnen; starke Halsschmerzen, übler Mundgeruch, geschwollene Lymphknoten evtl. trockener schmerzhafter Husten.

 

Hepar sulfuris

 

bei sehr starken, stechenden Halsschmerzen und weißgelben Eiterstippchen auf den Mandeln; Niedergeschlagenheit, Schlucken extrem schmerzhaft, Überempfindlichkeit gegenüber Berührung und Kälte, Verlangen nach sauren und scharf gewürzten Speisen; Besserung durch feucht-warme Umschläge und feuchtes Wetter.

 

Kalium bichromicum

 

bei Herpangina (verursacht durch Coxsachie-Viren) mit typischen, linsenkerngroßen Bläschen im Mund.

 

Lachesis

 

bei linksseitigen Beschwerden oder wenn die Angina von links nach rechts zieht.

 

Lycopodium

 

bei rechtsseitigen Beschwerden oder wenn die Angina von rechts nach links zieht.

 

Mercurius solubilis

 

bei eitriger Angina, üblem Mundgeruch, starker Speichelbildung und dick geschwollener Zunge mit Zahneindrücken; Nachtschweiß, Empfindlichkeit gegen kalte Luft und Bettwärme.

 

Phytolacca

 

bei Virus-Angina mit dunkelrotem bis bläulich-rotem Rachenring, stark geschwollenen, dunkelroten Mandeln und Zerschlagenheitsgefühl; die stechenden Schmerzen strahlen zum Ohr und zum Rachenraum, Zunge rot.

 

Wenn Sie sich schwach fühlen und Fieber oder vielleicht sogar Schüttelfrost haben, gibt es nur eines: Hüten Sie das Bett! Unterstützen Sie die Heilungskräfte Ihrer Schleimhäute durch das richtige Raumklima. Wichtig ist eine ausreichende Luftfeuchtigkeit. Stellen Sie daher einen Luftbefeuchter auf oder hängen Sie nasse Tücher, beispielsweise Bettlaken oder große Handtücher, auf. Und überheizen Sie Ihre Aufenthaltsräume nicht. Je wärmer die Räume desto geringer ist die Luftfeuchtigkeit. Unterstützen können Sie die Befeuchtung Ihrer Schleimhäute darüber hinaus durch das Lutschen von Salbeibonbons. Außerdem lindern sie das wunde Gefühl. Sorgen Sie weiterhin für gute Luft. Verzichten Sie (und Ihre Mitbewohner) konsequent aufs Rauchen und lüften Sie mindestens drei Mal am Tag.

Natürlich gibt es gegen Angina keine spezielle Diät. Doch können Sie durch die richtige Ernährung Ihre Schluckbeschwerden lindern, die Befeuchtung Ihrer Atemwege unterstützen und Ihrem Immunsystem bei der Abwehr helfen. Haben Sie sehr starke Schluckbeschwerden? Dann steigen Sie auf weiche Nahrung um, am besten auf breiige oder flüssige Kost. Das schont Ihre wunde Haut im Hals. Auf jeden Fall sollten Sie möglichst viel trinken, auch wenn Ihnen das Schlucken Beschwerden macht. Getränke befeuchten Ihre Rachenschleimhaut zusätzlich und tun Ihnen letztlich sehr gut. Günstig sind Säfte (z.B. Gemüsesäfte), Wasser, warmer Tee und ähnliches. Weniger empfehlenswert sind Fruchtsäfte. Ihre Säure reizt nämlich Ihren Hals zusätzlich. Auch von kalten Getränken sollten Sie lieber Abstand nehmen.

Naturheilkundler empfehlen, während einer Angina auf raffinierten Zucker, Weißmehl und Schweinefleisch zu verzichten, da diese Lebensmittel entzündungsfördernd sind.

Bewährt haben sich Wickel und Gurgelmittel

An Wickeln sind ein einfacher feuchtkalter Wickel, ein Essigwickel oder ein Heilerdeumschlag geeignet.

 

Das Gurgeln wird mindestens 3mal täglich lauwarm durchgeführt mit

  • Salbeitee
  • Kamillentinktur (ein paar Tropfen pro Glas Wasser)
  • Salzlösung (1 Teelöffel Kochsalz oder auch Emser Salz pro Glas Wasser)
  • Heilerdewasser

 

 

Essigwickel

Sie benötigen:

  • 1 Liter Wasser
  • 1 Esslöffel Haushaltsessig
  • Leinentuch (z.B. Geschirrtuch)
  • großes Tuch zum Fixieren

Leinentuch ins Essigwasser eintauchen und gut auswringen. Dann Tuch um den Hals wickeln und mit einem zweiten Tuch fixieren. Wickel abnehmen, sobald er sich auf Körpertemperatur erwärmt hat.

 

 

Heilerdeumschlag

Sie benötigen:

  • Heilerde äußerlich
  • kleines Leinen- oder Baumwolltuch
  • großes Leinen- oder Baumwolltuch
  • Wolltuch

4-5 Esslöffel Heilerde mit kaltem Wasser zu einem dicken Brei verrühren. Diesen 2 bis 3 cm dick auf das kleinere Tuch streichen und dann auf den Hals legen. Mit dem Leinen-/Baumwolltuch abdecken.

Wickel mit einem Wolltuch fixieren. Umschlag 3x täglich wiederholen, jeweils 1/2 Stunde lang, zusätzlich über Nacht.

 

 

Heilerdewasser zum Gurgeln

Sie benötigen:

  • Heilerde
  • 1/4 Liter lauwarmes Wasser

Heilerde mit dem Wasser übergießen und kräftig umrühren. Einige Stunden ruhen lassen. Vor Gebrauch nochmals aufquirlen. 3x täglich damit gurgeln.

An Therapieverfahren werden darüber hinaus eingesetzt:

  • Eigenbluttherapie
  • Elektroneuraltherapie
  • operative Entfernung der Gaumenmandeln

 

Hierzu wird Ihnen Ihr Arzt ggf. bei einer starken Vergrößerung der Mandeln raten und/oder mehr als vier Racheninfektionen pro Jahr.


Literaturquellen



Letzte Aktualisierung: 16.11.2013

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