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Apotheken Lexikon

Unser Apotheken-Lexikon erklärt Ihnen die wichtigsten und am häufigsten vorkommenden Begriffe im Zusammenhang mit dem Apotheken-Alltag.
Wollen Sie wissen was genau unter einem Rabattvertrag zu verstehen ist oder was ein Generika ist? Hier finden Sie eine Antwort – von A wie Apothekenpflicht bis Z wie Zuzahlungsbefreiung.

A Apothekenpflicht | Arzneibuchqualität

B Betäubungsmittel | Bioverfügbarkeit

C Chronopharmakologie | Cremes

D Defektur | Dekokt

E Elimination | Emulsion | Extrakt

F Festbetrag | First-pass-Effekt

G Galenik | Gel | Generika | Globuli

H Härtefallregelung | Halbwertszeit | Hilfsstoffe

I Indikation

N Naturalrabatt

P Preisstopp

R Rabattvertrag

Z Zuzahlung Arzneimittel | Zuzahlung Befreiung

Apothekenpflicht

Die Apothekenpflicht für bestimmte Arzneimittel bedeutet, dass diese nur in Apotheken abgegeben werden dürfen. Für diese Medikamente ist eine fachkundige Beratung durch Apothekenpersonal erforderlich, um den sicheren Umgang mit dem Arzneimittel zu gewährleisten. Auf der Arzneimittelpackung ist deshalb zur Kennzeichnung "Apothekenpflichtig" aufgedruckt. Dies bezieht sich auch auf rezeptfreie Medikamente zur Selbstmedikation, die auch eine individuelle Beratung erfordern können.
Von der Apothekenpflicht freigestellt und damit für den Verkauf außerhalb von Apotheken freigestellt sind beispielsweise Heilwässer, Heilerde, Bademoore, Pflaster, Tees, pflanzliche Fertigarzneimittel und Pflanzenpresssäfte. Eine kompetente Beratung zu diesen Produkten darf der Kunde in Drogerien und Supermärkten allerdings nicht erwarten.

Arzneibuchqualität

Um den Handel mit gefälschten Arzneien und minderwertigen Rohstoffen zu erschweren, müssen Arzneistoffe und Behältnisse von Arzneimitteln den Anforderungen des Arzneibuchs entsprechen, um eine "Arzneibuchqualität" aufzuweisen. Damit soll der Verbraucher sicher sein können, dass bestimmte Vorschriften zur Qualität, Prüfung, Lagerung, Abgabe und Bezeichnung von Arzneimitteln und deren Verpackungsmaterialien eingehalten werden.

Zu den Aufgaben des Apothekers gehört auch, dies vor Ort in Form von Stichproben zu überprüfen.

Betäubungsmittel

Betäubungsmittel (BTM) haben meist wegen ihrer starken Wirkung im Gehirn ein gewisses Sucht- und Abhängigkeitspotential. Welche neben starken Schmerzmitteln wie Morphin und aufputschenden Amphetaminen im Einzelnen dazugehören, ist im Anhang des Betäubungsmittelgesetzes aufgelistet.

Auf einem speziellen Rezept kann der Arzt den Bedarf – von Ausnahmefällen abgesehen - für höchstens 30 Tage verordnen. Im Unterschied zu normalen Rezepten muss er die BTM-Rezepte nicht nur drei Jahre lang aufbewahren, sondern darüber auch ein spezielles lückenloses Buch mit Ein- und Ausgängen führen.

Bioverfügbarkeit

Gleiche Dosierungen eines Wirkstoffs können je nach Arzneiform unterschiedliche Wirkungen auslösen. Selbst bei vergleichbarer Zubereitung kann die Wirksamkeit eines Arzneistoffs stark schwanken. So ist z. B. nach Einnahme einer Brausetablette der Wirkstoff schneller verfügbar als bei Gabe einer normalen Tablette.

Die Bioverfügbarkeit ist das Ausmaß und die Geschwindigkeit, mit der ein Wirkstoff aus seiner Arzneiform freigesetzt und ins Blut aufgenommen wird oder am Wirkort zur Verfügung steht. Durch die Arzneistoffkonzentration im Blutplasma kann sie bestimmt werden.

Chronopharmakologie

Gleiche Medikamente zu unterschiedlichen Zeiten eingenommen, lösen oft unterschiedliche Wirkungen aus, weil der menschliche Körper biorhythmischen oder meteorologischen Schwankungen unterliegt. Herauszufinden, zu welchem Zeitpunkt ein Präparat besonders gut anschlägt und welche Folgen das für die Wirkungsdauer hat, ist Aufgabe der Chronopharmakologie.

Cremes

Cremes sind in streichfähiger Form eine Emulsion aus Fett und Wasser, die mit stabilisierenden Substanzen für eine gute Durchmischung der wässrigen und öligen Bestandteile sorgen.

Eine Hautcreme ist eine Öl-in-Wasser-Emulsion. Hierbei sind winzige Öltröpfchen in eine wässrige Grundlage eingearbeitet, während bei der anderen Cremevariante, der Wasser-in-Öl-Emulsion, das Wasser fein in einer fetten Salbengrundlage wie z. B. Vaseline verteilt ist.

Cremes dienen zur Reinigung und als Hautschutzmittel für den Sommer (eher wasserhaltig), den Winter (fetthaltig) oder gegen die Sonne. Neuere Varianten sind die Bräunungscreme und die "Anti-Aging-Creme".

Defektur

Die Bandbreite selbst hergestellter Arzneimittel in Apotheken ist groß und unterschiedlich anspruchsvoll. Wenn ein bestimmtes Arzneimittel wie z. B. Nasensalbe oft vorkommt, wird eine Defektur angefertigt, d.h. der Apotheker stellt von der Nasensalbe eine gewisse Menge (bis zu 100 Packungen pro Tag) her und lagert sie dann ein. Sinnvoll ist dies nur, wenn häufige Verordnungen von Arztpraxen in der Nähe dies rechtfertigen.

Jeder deutsche Apotheker ist grundsätzlich in der Lage, Rezepturen herzustellen. Er benötigt dafür einen separaten Raum, und er muss ein Herstellungsprotokoll mit genauen Angaben zur Rezeptur anfertigen. Cremes, Salben und Pasten werden dabei am Häufigsten im Defekturmaßstab hergestellt, gefolgt von Tees und Teemischungen sowie flüssigen Arzneiformen zum Einnehmen.

Dekokt

Bei der Zubereitung von Arzneitees empfiehlt sich für Pflanzenteile mit harter oder sehr harter Konsistenz - Hölzer, Wurzeln und Rinden - die Abkochung. Der Vorgang des Ansetzens des Arzneitees mit kaltem Wasser und anschließendem bestimmten Vorgehen des Auskochens wird als Dekokt bezeichnet. Während o. g. Pflanzenteile längere Zeit gekocht werden müssen, werden Blüten nur in kaltem Wasser ausgezogen.

Dekokt findet häufig Anwendung in der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Elimination

Unter einer Elimination versteht man die Ausscheidung von Arzneimitteln. Jedes Arzneimittel, das vom Körper aufgenommen wurde, muss diesen auch wieder verlassen können. Welche der verschiedene Möglichkeiten der Ausscheidung genutzt wird, hängt bei der Arznei z. B. von der Größe des Moleküls, der Zusammensetzung oder dem pH-Wert ab.

Die wichtigsten Ausscheidungswege sind die Haut, die ausgeatmete Luft und der Hautschweiß. Die chemische Substanz übt neben dem Alter des Patienten, seinem Körpergewicht sowie seiner Leber- und Nierenfunktion entscheidenden Einfluss auf die Geschwindigkeit der Elimination aus.

Emulsion

Eine Emulsion ist ein fein verteiltes Gemisch zweier verschiedener (normalerweise nicht mischbarer) Flüssigkeiten.

Zu den Emulsionen zählen Kosmetika und Arzneimittel für die Haut, zum Beispiel Lotionen, Cremes und Salben. Sie erscheinen als weiße Flüssigkeiten. Es gibt zwei verschiedene Arten: Die bekannteste Version der Öl-in-Wasser-Emulsion ist die Milch. Butter ist dagegen eine Wasser-in-Öl-Emulsion.

Extrakt

Ein Extrakt ist aus pharmakologischer Sicht eine kurze Zusammenstellung der wichtigsten Punkte aus Arzneipflanzen.

Während des Vorgangs der Extraktion werden den getrockneten und zerkleinerten Pflanzenteilen ihre Inhaltsstoffe entzogen. Um eine gleich bleibende Qualität zu garantieren, stellen Hersteller ihre Extrakte oft auf einen bestimmten Wirkstoffgehalt ein. Durch die unterschiedlichen Extraktionsverfahren können Auszüge aus der gleichen Pflanze sehr verschieden ausfallen - was die zum Teil beträchtlichen Qualitätsunterschiede bei pflanzlichen Arzneimitteln erklärt.

Festbetrag

Unter einem Festbetrag versteht man den Preis, der von den gesetzlichen Krankenkassen für eine Arznei maximal erstattet wird. Verordnet ein Arzt ein Arzneimittel, dessen Preis über dem Festbetrag liegt, muss der Patient die Preisdifferenz zwischen dem Festbetrag, den die Krankenkasse für ihn übernimmt, und dem tatsächlichen Verkaufspreis selbst zahlen (= Mehrkosten). Bei vielen Arzneimitteln darf die Krankenkasse die Kosten auch nur bis zu einem gesetzlich festgelegten Höchstbetrag übernehmen.

Festbeträge wurden eingeführt, um die Versichertengemeinschaft vor überhöhten Arzneimittelpreisen zu schützen und um die Pharmahersteller dazu zu bringen, die Verkaufspreise für die Arzneimittel zu reduzieren. Zuständig für die Berechnung und Festlegung dieser Beträge sind die Spitzenverbände der Krankenkassen. Die Festbeträge werden mindestens einmal jährlich überprüft und, wenn nötig, verändert.

First-pass-Effekt

Der First-pass-Effekt ist die Bezeichnung für den Abbau von oral verabreichten Arzneimittelstoffen bei der ersten Passage durch die Leber. Wie stark die Leber jeweils als Filter dient, bestimmt wesentlich mit, welche Menge eines Medikaments tatsächlich im Blutkreislauf ankommt und zur Bekämpfung einer Krankheit zur Verfügung steht.

Für die richtige Dosierung einer Arznei ist dieser Effekt von großer Bedeutung, denn bei manchen Medikamenten ist der First-pass-Effekt so groß, dass nur ein Bruchteil der eingenommenen Dosis überhaupt das Zielorgan erreicht. Umgekehrt gelangt bei einem eingeschränkten First-pass-Effekt wegen z. B. einer Lebererkrankung von einigen Wirkstoffen mehr ins Blut, so dass der Arzt die Medikamentendosis entsprechend senken muss, um Nebenwirkungen zu vermeiden.

Galenik

Die Wissenschaft von der Herstellung von Arzneimitteln aus Wirkstoffen und Hilfsstoffen wird von Pharmazeuten als Galenik bezeichnet. In Fachkreisen hat die Bezeichnung "pharmazeutische Technologie" das Wort Galenik inzwischen abgelöst.

Neben dem Wirkstoff selbst ist seine Verpackung z. B. als Tablette, Salbe, Ampulle oder Zäpfchen wichtig dafür, die gewünschte Verträglichkeit und Haltbarkeit der Rezeptur zu erreichen und wie schnell eine Wirksubstanz freigesetzt wird. Um die erwünschten Eigenschaften zu erzielen, sind verschiedene Hilfsstoffe wie Milchzucker und Hartfett für Zäpfchen erforderlich.

Gel

Ein Gel besteht aus mindestens einer festen und einer flüssigen Phase (einem festen und einem flüssigen Stoff), die sich gegenseitig durchdringen und ein dreidimensionales System bilden. Es ist somit weder fest, wie z. B. Tabletten, noch flüssig, wie z. B. Tropfen. Gel kommt oft bei Salben und Crèmes sowie Haargel zum Formen einer Frisur vor.

Je nach dem Mengenverhältnis von flüssiger zu fester Paste entstehen dick- oder dünnflüssige Gele. Gele mit einer wässrigen Grundlage und sind völlig fettfrei. Sie können dabei eine kühlende Wirkung vor allem in Arzneimitteln gegen Verbrennungen, Sonnenbrand und Insektenstiche erreichen.

Generika

Generika sind Arzneimittel, die nach Ablauf der Patentschutzfrist (meistens 10 oder 25 Jahre) eines neuartigen Wirkstoffs in den Handel gebracht werden. Sie benötigen eine eigene Zulassung, sind also geprüfte Medikamente. Da aufwändige Forschungs- und Entwicklungskostenkosten für das Medikament entfallen, kann der Generika-Hersteller es zu einem günstigeren Preis als das Original verkaufen.

Generika haben keinen geschützten Handelsnamen, sondern werden unter der international üblichen Wirkstoffbezeichnung verkauft. Ein bekanntes Beispiel ist ASS für Aspirin. Heute sind bereits mehr als die Hälfte aller verschriebenen Medikamente Generika. Der Grund hierfür ist die permanente Finanznot des deutschen Gesundheitssystems und die Kosteneinsparung mit Hilfe der Generika.

Globuli

Globuli sind eine kugelförmige Form der Arzneizubereitung mit hochpotenzierten Wirksubstanzen in der Homöopathie. Die kleinen Streukügelchen bestehen heute hauptsächlich aus Rohrzucker. Je höher die Verdünnung mit Wasser bei der schrittweisen Verschüttung der Ausgangsstoffe ist, desto wirksamer ist die Arznei.

Globuli wirken vor allem über die Mundschleimhaut und sollten deshalb am Besten auf der Zunge zergehen. Die hochpotenzierten Wirkstoffe aktivieren durch das Auslösen eines Reizes die körpereigene Selbstheilung. Voraussetzung für den Einsatz von Globuli ist eine exakte Kenntnis der Wirkungsweise.

Härtefallregelung

Mit der Einführung der Praxisgebühr im Jahr 2004 und der Erhöhung der Zuzahlungen für Medikamente wurde auch die sogenannte Härtefallregelung mit individuellen Belastungsgrenzen eingeführt. Danach muss kein Mitglied der Gesetzlichen Krankenversicherung mehr als zwei Prozent seines Bruttoeinkommens (dazu zählen neben dem Gehalt auch z. B. Mieterträge und "Hartz IV") für Zuzahlungen ausgeben – bei chronisch Kranken liegt diese Obergrenze bei einem Prozent. Ist diese Grenze erreicht, kann bei der Krankenkasse eine Befreiung von der Zuzahlungspflicht beantragt werden, die bis zum Ende des jeweiligen Jahres gilt. Außerdem kann eine Erstattung der Kosten für Zuzahlungen beantragt werden, die über diese Höchstgrenze bereits hinaus gegangen sind. Für alle Mitglieder eines Haushalts gelten dabei Freibeträge.

Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind generell von allen Zuzahlungen befreit (außer bei Zahnersatz, Kieferorthopädie und Fahrtkosten).

Die Härtefallregelung bei Zahnersatz beinhaltet bei Vorliegen einer "unzumutbaren Belastung", dass die üblichen Festzuschüsse von 50 bis 65 % aufgestockt werden auf 100 % des Festbetrages für den jeweiligen Zahnersatz (was i.d.R. jedoch nicht für die Gesamtkosten ausreicht).

Halbwertszeit

Man versteht darunter die Zeit, die der Körper benötigt, um die Hälfte eines eingenommenen Arzneistoffs wieder auszuscheiden. Arzneistoffe lassen sich unter dem Gesichtspunkt der Halbwertszeit in kurz, mittellang und lang wirksame Substanzen unterteilen.

Medikamente mit langer Halbwertszeit wie beispielsweise Beruhigungsmittel wirken noch Tage oder sogar Wochen nach dem Absetzen. Es hängt sehr von der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Patienten und seiner Leber und Nieren ab, wie lange er für die Ausscheidung der Arzneistoffe benötigt. Individuell ist dies vom Arzt zu berücksichtigen.

Hilfsstoffe

Hilfsstoffe entfalten in der Regel keine eigene biologische Wirkung, sind jedoch für die Herstellung einer geeigneten Darreichungsform notwendig. Sie beeinflussen die Geschwindigkeit, mit der die Arznei ihre Wirkung beginnen kann und dienen auch zur Verbesserung der Haltbarkeit, des Aussehens und des Geschmacks.

Alle enthaltenen Hilfsstoffe müssen im Beipackzettel aufgeführt werden, um auf die Gefahr möglicher Reaktionen wie Allergien oder Unverträglichkeiten hinzuweisen.

Indikation

Unter Indikation versteht man den Grund für die Durchführung einer medizinischen Untersuchung oder Behandlungsmaßnahme, der diese rechtfertigen sollte.

Der Arzt schätzt dabei den Nutzen einer medizinische Untersuchung oder Behandlung als höher ein als das damit verbundene Risiko. Ist der befürchtete Schaden größer ist als der zu erwartende Nutzen, z. B. bei der Einnahme eines bestimmten Medikaments, wird der Arzt abraten. Liegt jedoch ein lebensbedrohender Zustand des Patienten vor, wird der Arzt immer eine Indikation unter Inkaufnahme auch von bekannten starken Nebenwirkungen einleiten.

Naturalrabatt

Naturalrabatte werden meistens für wirkstoffgleiche, patentfreie Arzneimittel gewährt. Damit wollen Pharmaunternehmen erreichen, dass die Apotheken ihre Produkte bevorzugen. Naturalrabatte sind ganz normale Arzneimittelpackungen, die von der Apotheke zum vollen Listenpreis weiterverkauft werden. Der Gewinn verbleibt bei der Apotheke, die Endverbraucher haben nichts davon. Die Gewährung solcher Naturalrabatte an Apotheken ist deshalb 2006 auch per Gesetz verboten worden.

Preisstopp

Das staatlich verhängte Verbot, die Preise bestimmter oder aller Güter von einem festgelegten Zeitpunkt an zu erhöhen, nennt man Preisstopp. Das Ziel eines Preisstopps ist es meist, einen inflatorischen oder anders begründeten Preisanstieg zu verlangsamen oder eben zu stoppen, um vor allem einkommensschwächere Teile der Bevölkerung vor den ansteigenden Preisen zu schützen. Weiterhin kann ein Preisstopp auch angeordnet werden, um den Kostenanstieg in Teilen des staatlichen Gemeinwesens zu bremsen, so zum Beispiel auf dem Gesundheitsmarkt. Ein Preisstopp für Arzneimittel, die zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnet werden, ist z.B. zwischen April 2006 und März 2008 auf zwei Jahre begrenzt eingeführt worden.

Die Regel galt allerdings nicht für neu eingeführte Arzneimittel. Hier konnten die Hersteller ihre Abgabepreise weiterhin frei wählen. Dies führte dazu, dass einige Hersteller durch geringfügige und unbedeutende Änderungen wie z. B. die Packungsgröße neue Produkte suggerieren wollten, um den Preisstopp zu umgehen. Wirkstoff, Form und Farbe blieben hingegen weitgehend identisch.

Rabattvertrag

Rabattverträge für Arzneimittel können seit 2003 zwischen Krankenkassen und Pharmaherstellern abgeschlossen werden und sind ein Instrument, um die Ausgaben der Krankenkassen für Arzneimittel zu senken. Die Krankenkasse tritt hierbei als Großabnehmer von Arzneimitteln auf. Deshalb ist sie in der Lage, bei einem Hersteller einen Mengenrabatt auszuhandeln. Für den Versicherten ergibt sich dadurch häufig der Vorteil, dass die Krankenkassen für diese rabattierten Arzneimittel ihren Versicherten die Zahlungen ermäßigen oder sogar vollständig erlassen können – jedoch dazu nicht gezwungen sind.

Die Apotheken sind seit April 2007 bei Vorliegen eines Rabattvertrages verpflichtet, dieses Medikament vorrangig abzugeben. Der Patient erhält dann auch das vom Arzt verordnete Arzneimittel. Besteht kein Rabattvertrag, wird das vom behandelnden Arzt verordnete Arzneimittel durch ein wirkstoffgleiches Präparat ausgetauscht, für das die Krankenkasse einen Vertrag abgeschlossen hat. Denn hat der behandelnde Arzt kein spezielles Medikament auf dem ausgestellten Rezept vermerkt, sondern nur Wirkstoff, Dosierung und Darreichungsform, ist die Apotheke verpflichtet, eines der drei günstigsten Arzneimittel mit gleicher Wirkstoffzusammensetzung und Wirkstoffstärke abzugeben. Das Gleiche gilt aber auch dann, wenn der Arzt auf der Verschreibung nicht ausdrücklich ausschließt, dass das von ihm verordnete und genannte Medikament in der Apotheke durch ein anderes ersetzt wird.

Der Arzt kann in begründeten Ausnahmefällen – wenn medizinische Gründe dagegen sprechen – einen Austausch des Arzneimittels gegen ein wirkstoffgleiches ausschließen, indem er dies auf dem ausgestellten Rezept gesondert vermerkt.

Zuzahlung Arzneimittel

Bei verschreibungspflichtigen Arznei- und Verbandmitteln muss jeder Patient 10 Prozent des Apothekenverkaufspreises dazuzahlen. Mindestens müssen es 5 Euro sein, höchstens dürfen es 10 Euro sein. Die Zuzahlung ist jedoch in jedem Fall begrenzt auf die tatsächlichen Kosten des Medikaments.

Das 2006 in Kraft getretene Gesetz selbst soll helfen, die Ausgaben bei Arzneimitteln zu dämpfen, indem es Ärzte dazu anhält, bei der Verschreibung von Medikamenten stärker auf das Preis-Leistungs-Verhältnis zu achten. Die Regelung der Zuzahlung zu Medikamenten betrifft somit jeden Apothekenkunden direkt.

Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr müssen mit Ausnahme der Fahrkosten weiterhin keinerlei Zuzahlungen leisten. Dies gilt auch für die Praxisgebühr.

Zuzahlung Befreiung

Die gesetzliche Bestimmung erlaubt den Spitzenverbänden der Krankenkassen, besonders preisgünstige Arzneimittel von der Zuzahlung durch die Patienten zu befreien und er in der Apotheke nichts dazuzahlen muss.
Bei Abgabe des Arzneimittels erkennt der Apotheker anhand seines Computerprogramms, ob das jeweilige Präparat zuzahlungsfrei ist. Um zu erfahren, ob es zu dem Medikament mit Zuzahlung eine Alternative ohne Zuzahlung gibt, sollte der Patient vor der Verschreibung seinen Arzt danach fragen. Außerdem wird Ihr Apotheker in der Regel bei jedem Rezept prüfen, ob auch ein zuzahlungsfreies Medikament in Frage kommt.
Damit ein Arzneimittel überhaupt von der Zuzahlung befreit werden kann, muss es im Vergleich mit anderen, gleichwertigen Medikamenten, die denselben Wirkstoff enthalten, im Preis wesentlich günstiger sein. Außerdem muss der Hersteller das Arzneimittel so günstig anbieten, dass auch die Krankenkasse trotz der wegfallenden Patientenzuzahlung entlastet wird. Im Jahr 2009 gelten Zuzahlungsbefreiungsgrenzen für ca. 24.000 Fertigarzneimittel in 225 Festbetragsgruppen.

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